Spring Break und das danach…
Wieder mal viel zu lange, dass ich was gepostet hab.
In den Wochen nach dem letzten Eintrag hatte ich dann erstmal ein weiteres YFU-meeting… 50 Austauschschüler, und jeder eine Collage gemacht, mit Zeugs drauf, das neu für einen ist. Klang ganz schön ätzend, und ich hab’s wochenlang vor mir hergeschoben, aber letztenendes hab ich mich dann auch mitten in der Nacht dran gemacht und sie fertiggestellt… mit viel zufälligem Zeug, das hier im Zimmer herumflog. Im Endeffekt hat sich das ganze aber als ziemlicher Spaß herausgestellt, vor allem, weil man die ganzen Austauschschüler, die man vom letzten Treffen kennt, wiedertrifft
Auch sowieso – irgendwie fühlt man sich hier total wohl, aber unter Austauschschülern ist das nochmal ne ganz andere Sache… wenn man irgendwelche Sorgen oder Probleme hat, die meisten verstehen’s einfach, weil sie durch das gleiche gehen… und es ist einfach voll beruhigend, so jemanden zuhaben und auch zum reden zu haben… [Thanks, tak! Even though the two I refer to mostly will never read this]
Also, bezogen auf Schule, ist hier nicht viel passiert – mal der eine Test hier, mal der andere da. Ach warte! Das Schuljahr geht ja schon gen SPRING BREAK neigt… was ist das noch gleich? Es ist die Woche, und das variiert von Schulbezirk zu Schulbezirk und von College zu College, in der die Schüler eine Woche Ferien in dem sonst sehr Ferien-armen Amerika kriegen… Dementsprechend groß wird Spring Break auch behandelt. Highschool Schüler verreisen meist irgendwohin, wo man normal nicht hinfährt; Collegestudenten haben in dieser Woche vermutlich die Party ihres Lebens… Wie sah also mein Spring Break aus? Ehm… Nicht so pralle. Erstmal ging’s in die Hose, weil alle im Haus irgendwie krank wurden… ausgenommen mir. Entsprechend fielen alle Urlaubspläne total flach… also eine Woche zu Hause, langweilen. Wow. Spring Break ist Spaß, wenn man wegkommt – wenn man zu Hause sitzt, ist’s wie Christmas Break… man tut nichts, die Leute sind alle weit weg, man kann folglich nichts unternehmen und naja, hat ganz ganz viel Zeit, seine Wäsche zu machen.
Irgendwie kamen dann auch noch hinundwieder kleine Missverständnisse mit der Familie – alle insgesamt aber nicht mehr wirklich der Rede wert und auch geklärt.
Naja. Ich war dann auch wirklich froh, als sich Spring Break dem Ende geneigt hat… denn direkt im Anschluss ging’s nach KALIFORNIEN!
Ich muss sagen, diese Woche sollte einer der besten meines Lebens werden… trotz viel zu viel ausgegebenen Geld, bösem Muskelkater vom Hiking (Ja, den gibt’s!) und teilweise sehr wenig Schlaf.
Es sollte nicht nur eine Reise werden, wie sie jeder im Katalog buchen kann… es sollte UNSERE Reise werden. Mit ca. 50 Austauschschülern aus aller Welt (von denen aber gefühlte 25 aus Deutschland kamen) ging’s also in den Bus, und Kalifornien im Speeddurchlauf erkunden… Start in LA. Erstmal bekannt gemacht, was macht BeloUSA (der Reiseveranstalter), Regeln und all sowas. Nicht ganz so berauschend, aber immerhin. Klang an sich ganz gut…
Wie sich diese Woche entwickelte… nunja. Es wurde wie gesagt eine der besten Wochen meines Lebens. Man knüpft unheimlich viele internationale Kontakte, und wir haben echt viel von Kalifornien gesehen – New Port Beach, Hollywood, Beverly Hills, Disney Land, Universal Studio Parks, Yosemite National Park, Alcatraz und die Golden Gate Bridge – nur um mal einige zu nennen. Insgesamt wäre diese Reise aber nicht so großartig gewesen, wenn nicht dieselben Leute in derselben Zusammenstellung dagewesen wären… Ja, selbst die Deutschen, die immerzu Deutsch sprachen, und das in dem nervigsten Dialekt… oder wen hätte ich sonst mit einem raschen “Joa mei, jetscht hörscht mia doch emma uff de ganze Zeit doitsch zu spresche!” total aus der Bahn werfen können? [Oder wem würde ich sonst genau jetzt beim Schlafen zusehen?
] Das war’s dann auch den Tonnenstapel an Hausaufgaben wert…
Andererseits… irgendwo ist eine Woche, in der man Schule verpasst, auch recht viel. Letztes Mal gesagt, Gefühlsleben ist rasanter hier drüben – in der einen Woche hat sich soviel verändert, wie in manch anderen Orten in 100 Jahren nicht…
Prom stand dann auch irgendwann danach an… Für viele DAS EREIGNIS des Jahres… für mich nach einer Menge Drama einfach nur eine normale Party, auf der wir verdammt viel Spaß hatten.
Falls irgendwelche zukünftigen Austauschschüler mitlesen… keine Sorge wenn ihr kein Promdate habt. Ich wäre letztenendes viel lieber ohne gegangen, aber dann war’s auch schon zu spät…



